LEBENDIGES WORT

Dies habe ich (Jesus) zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!  (Johannes 16,33)

 
 

Gemeinde in Reinheit und Gerechtigkeit

Jesus hat ein großes Ziel: Die ganze Erde endgültig von Tod, Krankheit, Gewalt und jeder anderen Form von Leid zu erlösen, und sie mit einem großen, starken und heiligen Volk von Menschen zu füllen, das ihn so leidenschaftlich und vollkommen liebt wie eine Braut ihren Bräutigam bei der Hochzeit ( Offenbarung 19,6-9 ).

Jesus als König über die ganze Welt

Was wir als Einzelne in unserer persönlichen Beziehung zu Gott oder gemeinsam in unseren Gottesdiensten erleben, ist ein Teilstück von Gottes großem, weltumspannenden Plan zur Erlösung der Welt. Ein Plan, der direkt nach dem Sündenfall begann, in dem Jesu Erlösungswerk die Schlüsselrolle spielt, an dem er heute überall auf der Erde weiterarbeitet, und der seine Erfüllung darin findet, dass Jesus wieder ganz real kommt und die Herrschaft über die Erde und das ganze Universum antritt.

(Gott hat sich vorgenommen) bei der Erfüllung der Zeiten alles zusammenzufassen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist – in ihm. ( Epheser 1,10 )

Die Gesamtheit aller Kinder Gottes, die Gemeinde, spielt eine entscheidende Rolle in Gottes Plan. Sie ist der Teil der Menschheit, den Gott bereits erlöst hat, der jetzt schon in seinem Reich angekommen ist, durch den er sich heute offenbart und die Welt verändert.

Gemeinde ist nicht vollkommen, aber geliebt

Es stimmt: Die christlichen Gemeinden sind keineswegs heilig und vollkommen. Viel zu oft haben wir Christen den Namen Jesu missbraucht, Menschen verletzt, geschadet, ausgeschlossen, Gottes Pläne behindert – und oft nichts davon bemerkt. Wir wollen das nicht beschönigen oder ignorieren, wir wollen frei sein.

Die andere Seite ist: Gott hat beschlossen, unvollkommene Menschen zu nehmen, sie zu lieben und zu heiligen, und auf diesem Weg sein vollkommenes Volk zu schaffen. Seine Liebe zu uns macht den entscheidenden Unterschied. Und wenn wir uns ihm hingeben, wird er verborgene Fehler aufdecken, die Herzen und Gemeindestrukturen reinigen, echte Vergebung, Heilung, Freiheit, Einheit und Liebe schaffen. Und damit zeigen, dass wirklich alles von ihm abhängt.

Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben, [...] damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.  ( Epheser 5,25-27 )

Ich bin in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefan­gen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.  ( Philipper 1,6 )

Wir verlassen uns nicht auf Menschen. Wir verlassen uns darauf, dass Jesus Herr der Gemeinde ist. Und dass er ans Ziel kommt, wie er es versprochen hat.

So, wie er es am Beispiel seines Volkes Israel vormacht: Dieses Volk hat er sich ausgesucht – nicht weil es groß, bedeutend oder besser als andere war, sondern um zu demonstrieren, dass er kleine, unbedeutende und fehlerhafte Menschen liebt und etwas aus ihnen macht. Er hat Israel über die Jahrtausende bewahrt und wieder, wie schon ganz am Anfang, in das Land gebracht, das er für dieses Volk ausgesucht hat – trotz Judenhass und Verfolgung, trotz Widerstand der ganzen Welt, und trotz ihrem eigenen Unglauben. Die Geschichte Israels ist nicht strahlend und perfekt, aber Gott beweist darin, dass er treu ist und an sein Ziel kommt. Bei der Gemeinde der Christen ist das nicht anders.

Der Himmel ist offen

Vor diesem Hintergrund sehen wir Gottes Verheißungen an seine Gemeinde:

Jetzt sollen alle Mächte und Gewalten der himmlischen Welt an der Gemeinde die unendliche Weisheit Gottes erkennen.  ( Epheser 3,10 )

Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!  ( Apostelgeschichte 1,8 )

Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. (Die Jünger) aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen.  ( Markus 16,19-20 )

Jetzt ist die Zeit, in der Gott daran arbeitet, sein Ziel mit der Gemeinde zu erreichen. Wir werden in der Herrlichkeit Gottes leben in einem Maß, das alle Vorstellungen sprengt: durch zunehmende Erkenntnis, wer Gott ist und was er tut. Durch Gottesdienste, in denen seine Gegenwart für alle zu erleben ist. Durch vollkommene Hingabe und Heiligung der Menschen, die Gott lieben. Durch Gebetserhörungen, Heilungen und Wunder. Dadurch, dass sich ganze Familien, Städte und Völker für Jesus öffnen, von ihm geheilt und versorgt werden. Das ist möglich, denn der Himmel ist offen.

Große Worte? Ein großer Gott!

 

Bibeltexte zum Thema:

Kolosser 1,15-23   Gottes Plan, die Welt zu erlösen, und die zentrale Rolle Jesu dabei

Johannes 15,9-27   Liebe zu Jesus, Hass der Welt

Apostelgeschichte 2,37-47   Entstehung der Gemeinde

Epheser 4,1-16   Die geistliche Einheit und das Wachstum der Gemeinde zu Christus hin

Offenbarung 21   Gottes Plan ist vollendet: ein neuer Himmel, eine neue Erde